Herzlich Willkommen im Nähsalon!

Hier finden kleine feine Nähkurse statt. Für Erwachsene und Kinder. Du kannst Nähen lernen, Deine Nähkünste vervollkommnen oder Deine Kleidung upcyclen.

Nähen ist ein bisschen wie Basteln mit einer Maschine. Oder manchmal auch wie ein Origami, finde ich. Es trainiert das Gehirn und die Hände, macht Freude und glücklich. Vor allem dann, wenn es nicht um Perfektion geht, sondern um die eigene Schöpferkraft und auch um das gemeinsame Tun. Am Ende hast Du in einer kleinen Runde etwas Einzigartiges selbst hergestellt. Zum Anziehen. Zum Verschönern. Zum Spielen. Zum Benutzen. Zum Verschenken…. Komm, lass uns etwas Tolles nähen!

In allen Kursen gibt es immer 4 komplett ausgestattete Nähmaschinen-Plätze und alles an Zubehör, was Du sonst noch zum Nähen brauchst. Du bringst selbst nur das Material für Dein Nähprojekt mit. (Im Notfall kannst Du Fehlendes sogar schnell nebenan einkaufen.)

Oder Du wertest vorhandene Bekleidung auf. Das Upcyclen von Kleidungsstücken ist eine extrem gute Sache, denn die Bekleidungsindustrie ist der 2.größte Verschmutzer unserer wunderschönen Erde. Wenn Du also Kleidung im Schrank hast, sie aber nicht mehr trägst, weil irgendetwas nicht stimmig ist, komme zum Upcycling. Du kannst etwas ganz Neues daraus machen, etwas daran ändern oder reparieren, so dass Du es wieder gerne anziehst. Du musst Kleidung nicht wegwerfen und Dir nichts Neues kaufen. Damit tust Du etwas für den Ressourcenschutz, nachhaltig gut!

Der Nähsalon verdankt seine besondere Atmosphäre  einem königlichen Weinhändler von anno 1800, der hier ganz zentral in der Großen Bäckerstrasse zwei Tanzsäle bauen ließ. In einem Tanzsaal kannst Du jetzt die Nähnadel schwingen… Durch das Roomsharing mit dem Architekturbüro Tromberend und dem Nähsalon liegt hier vor allem Kreativität und schöne Gestaltung in der Luft… ein bisschen wie im alten Paris, finde ich. Übrigens, auch die erste Nähmaschine wurde um 1800 gebaut.

Ich, Heike Schröder, bin Dipl.Modedesignerin und habe viele Jahre als Kostümbildnerin für Theater und als Stylistin in Fotostudios und für Zeitschriften gearbeitet. Meine Schwerpunkte sind Kreativität, Schönheit und Dinge in Einfachheit herstellen. Mit meinem kreativen Blick und Können, meinem empathischen, freundlichen Wesen und vielfältiger Erfahrung leite ich alle Kurse.

Abschnitt 1

Die Kurse

Hier kannst Du wählen zwischen 3 Kursen für Erwachsene ab 16 Jahren und 2 Kursen für Kinder ab 9 Jahren. Ich biete jeweils Anfänger-Kurse und Könner-Kurse an. Upcycling kannst Du für einzelne Termine buchen. (Für Studenten und ALG I und II sind Ermäßigungen möglich.)

Die 4 Nähplätze sind komplett ausgestattet mit Nähmaschine, Scheren, Nadeln, Garn, Maßband, vielen anderen Werkzeugen, Schnittpapier, der Overlock-Maschine und dem Bügeleisen, etc.. Du bringst nur das Material für Dein eigenes Nähprojekt mit. Eine kleine Stil- und Farbberatung bekommst Du gerne dazu.

 

KLEIDUNG UPCYCLEN   Erwachsene

1 Freitag-Nachmittag mit 3,5 Stunden

Die Upcycling-Kurse setzen voraus, dass Du das einfache Nähen bereits gelernt hast. Dann kann es aber auch los gehen:

Hier geht es um Nachhaltigkeit, um die Wert-Erkennung eines Kleidungsstückes. Vielleicht ist der Stoff noch fantastisch, aber der Schnitt nicht mehr passend? Vielleicht hast Du im Secondhand tolle Hemden gefunden, aus denen Du eine Bluse machen möchtest. Oder aus einer Hose einen Rock? Oder aus dem Pulli eines geliebten Menschen ein Kissen oder Kuscheltier? Oder Du möchtest etwas reparieren, so dass es dann noch besser aussieht? Dann bist Du hier richtig. Du kannst die Nachmittage einzeln buchen. So viele wie Du willst und frei sind.

Ein Nachmittag kostet: 45.- €

Immer Freitags, 16.00 – 19.30 Uhr

2.8., 9.8., 16.8., 24.8., 30.8., 6.9., 13.9., 20.9., 27.9., 4.10., 11.10., 18.10., 25.10., …… 2019

 

 

NÄHEN FÜR ANFÄNGER   Erwachsene

3 Donnerstag-Abende jeweils 3,5 Stunden.

Kursinhalt: Kenntnisstand-Klärung, Nähmaschinen- und Nähzubehör-Einführung, Sticharten kennenlernen und nähen, Säume und Nähte kennenlernen, Körpermaße nehmen, Schnittmuster-Einführung. Zunächst besprechen und nähen wir einfache Nähprojekte: Kissenbezug, Turnbeutel, Utensilo, Loop-Schal, Tasche, Schürze… Weiter geht es mit ganz simplen Kleidungsstücken: Rock, Hose, Shorts, Shirt, (Sommer-)Kleid, Bluse, Baby- oder Kinderbekleidung…

Gesamtkosten: 135.- €

Donnerstags, 18.00 – 21.30 Uhr

1.8., 8.8., 15.8. 2019

26.9., 10.10., 17.10. 2019

Vielleicht möchtest Du den Kurs noch etwas verlängern, um ein Nähprojekt fertigzustellen? Der Offene Donnerstag-Abend für Anfänger ist hierfür eingerichtet. Er folgt immer auf einen beendeten Kurs für 3,5 Stunden von 18.00 – 21.30 Uhr. Er kostet 45.- €

Also am 23.8. 2019 und am 24.10. 2019

 

 

NÄHEN FÜR KÖNNER   Erwachsene

Hier kannst Du Deine bestehenden Nähkünste vervollkommnen.

3 Donnerstag-Abende jeweils 3,5 Stunden.

Kursinhalt: Kurzeinführung in Nähmaschinen und Nähzubehör, Besprechung und Begleitung anspruchsvollerer Nähprojekte, Einführung in den freien Zuschnitt und in das Kopieren von Lieblingsteilen. Die Nähtechniken für Bekleidungsdetails lernen: Taschen, Reißverschlüsse, Krägen, Manschetten, Knopflöcher und Raffungen – je nach Nähprojekt. Oder die Anfertigung von Wohnaccessoires: Möbelhussen, Decken, Sitzelemente, Vorhänge, Bettwäsche…

Gesamtkosten: 135.- €

Donnerstags, 18.00 – 21.30 Uhr

29.8., 5.9., 12.9. 2019

31.10., 7.11., 14.11. 2019

Vielleicht möchtest Du den Kurs noch etwas verlängern, um ein Nähprojekt fertigzustellen? Der Offene Donnerstag-Abend für Könner ist hierfür eingerichtet. Er folgt immer auf einen beendeten Kurs für 3,5 Stunden von 18.00 – 21.30 Uhr. Er kostet 45.- €

Also am 19.9. 2019 und am 21.11. 2019

 

KINDERKURSE

Für diese Kurse solltest Du bereits 9 Jahre alt sein. Auch hier sind die 4 Arbeitsplätze komplett bestückt, mit allem, was Du zum Nähen brauchst. Du bringst nur noch Deinen Stoff und das gewünschte Zusatz-Material für Dein Nähprojekt und ein zweites Frühstück mit.

 

NÄHEN FÜR ANFÄNGER   Kinder

3 Samstag-Mittage jeweils 3,5 Stunden

Kursinhalt: Kenntnisstand-Abfrage, Nähmaschinen-, Nähzubehör- und Bügeleisen-Einführung, Sticharten kennenlernen, Zuschnitt lernen, Reißverschlüsse und Knöpfe. Einfache Nähprojekte: Kissenbezug, Turnbeutel, Utensilo, Handy-, Stifte-, Kulturtasche, Wimpelkette, Leseknochen, Schürze.

Gesamtkosten: 120.- €

Samstags, 11.00 – 14.30 Uhr

3.8., 10.8., 17.8. 2019

14.9., 21.9., 28.9. 2019

 

NÄHEN FÜR KÖNNER UND UPCYCLING    Kinder

Hier kannst Du Deine Nähkünste erweitern und Upcycling-Projekte nähen.

3 Samstag-Mittage jeweils 3,5 Stunden

Kursinhalt: Kenntnisstand-Abfrage, Kurzeinfürung in Nähmaschine und Nähzubehör, Besprechung und Begleitung größerer Nähprojekte, neue Bekleidungsdetails für das Nähprojekt lernen: z.B. Taschen einfügen oder Belege ansetzen, einfache Bekleidung nähen: Rock, Kleid, Hose, Shorts, Shirt. Oder ein Stofftier, eine Stoffpuppe. Oder ein Faschingskostüm selber nähen. Oder etwas Neues aus mitgebrachten getragenen Textilien nähen, die Upcycling-Möglichkeiten sind grenzenlos…

Gesamtkosten: 120.- €

Samstags, 11.00 – 14.30 Uhr

25.8., 31.8., 7.9. 2019

5.10., 12.10., 19.10. 2019

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Abschnitt 3

Über mich

Hallo, ja, ich bin Heike, mein Berufsleben ist sehr vielfältig und bunt, meistens hat es mit kreativer Gestaltung zu tun:

Nach dem Abitur in Lüneburg habe ich zunächst in einem Modegeschäft eine Ausbildung zur Schaufenster-Dekorateurin gemacht, dann ein 5-jähriges Mode-Design-Studium an der FH Hannover, Schwerpunkt ‚Kreatives Gestalten’ mit dem Abschluss als Diplom-Modedesignerin. Ich arbeitete weitere 5 Jahre intensiv als Kostümbildnerin für kleinere und große Theater in Hannover, Frankfurt und Hamburg, fast alle meine Kostüm-Entwürfe habe ich selbst angefertigt und damit einen eigenen pragmatischen Weg der Bekleidungsanfertigung entwickelt.

In Hamburg wurde ich Stylistin und gestaltete dekorative Produkt- und Foto-Ideen für zahlreiche namhafte Einrichtungs-, Mode- und Lifestyle-Magazine. Dann riefen mich die Fotostudios der großen Konsum-Unternehmen, deren Produkte ich in Szene setzte. (www.heikeschroeder.com)  Ich machte eine Ausbildung zur Ganzheitlichen Farbberaterin.

Nach der Zeit der Fotostudios kam ich zurück nach Lüneburg und fand eine Rückanbindung zur Natur und zu meinen Wurzeln. Ich hatte nicht viel Geld und dachte darüber nach, was ich für ein gutes Leben wirklich brauche. Ich kaufte mir keine neue Kleidung mehr und fand lauter neue Schätze und Möglichkeiten in meinem Kleiderschrank. Viel weniger Konsum, aber besser angezogen, das finde ich immer noch toll.

In der FABS habe ich meine Freude für die Leitung von kreativen Kinderferienkursen entdeckt. Der Wunsch, dem maßlosen Umgang mit unseren Ressourcen und unserer Natur etwas entgegen zu setzen, wurde lauter. Daraus entstand 2018 die Bürgerinitiative BienenBürger, die sehr erfolgreich mitwirkte, in der Stadt Lüneburg den stark bedrohten Insekten zu helfen.

Meine reichen beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten möchte ich gerne weitergeben. Mit Herz. In Kursen zum Selbernähen und Upcyclen. Im Nähsalon. Vielleicht sehen wir uns hier?

Abschnitt 4

Wissen

Hier findest Du viele verschiedene Gründe, warum es so gut ist, über die eigene Bekleidung nachzudenken.

Ich selbst habe viele Jahre lang gerne bei H&M und Zara gekauft, weil mir die Mode gefiel und die Preise auch. Aber mit allem Hintergrundwissen und dem Bewusstsein, dass nur wir selbst die Welt wandeln können, geht das nicht mehr so einfach. Es ist ein bisschen so wie Vegetarier, Veganer oder Flexitarier zu werden, finde ich. Alles ist erst einmal ungewohnt, hat aber auch seinen ganz eigenen Reiz und Geschmack und dann gewöhne ich mich daran und will nie wieder zurück zum seelenlosen, ausbeuterischen und planetenzerstörenden Billigkonsum. Und manchmal werde ich wieder schwach, möchte so gerne etwas dort kaufen, wo ich eigentlich gar nicht mehr einkaufen will. Dann gestehe ich mir zu, dass ich noch Mode-Flexitatrier bin und dass jede Entwicklung ihre Zeit braucht. 

Und nun finde ich es wieder toll, dass ich wieder selber nähe und meine vorhandene Bekleidung ändere oder ganz Neues daraus machen kann. Und das ist mindestens genauso schön wie neue Fast Fashion-Teile. Aber viel viel wertvoller, durch meine eigene Energie darin und einzigartig, durch meine Kreativität. Und weil es unserer wunderschönen Erde gut tut.

 

FAST FASHION

Fast Fashion, das sind die verlockenden Angebote der schnell und billig produzierten Mode von all den großen Ladenketten wie H&M, Zara, Mango, C&A, KiK und viele viele mehr, Du kennst sie sicher auch.

Wie kann es überhaupt sein, dass ein T-Shirt heute weniger kostet als ein Latte Macchiato, ein Kleid so viel wie ein großer Eisbecher, eine Hose so viel wie ein Kinoticket?

Über die letzten 100 Jahre hat sich die Bekleidungsindustrie von einer traditionellen Herstellungsform mit Schwerpunkt Handarbeit und Einzelanfertigung zu der Massenproduktion mit Standart-Größen und den festgelegten Preisen gewandelt. Seit der Erfindung der Synthetischen Fasern wie Polyester und neuer Maschinen in den 1950er Jahren wurde die Massenproduktion von Bekleidung möglich. Der steigende Konsum in der westlichen Welt und die wachsenden Löhne führten dazu, dass die Bekleidungsherstellung von Europa immer mehr in asiatische Billiglohnländer ausgelagert wurde.  

Kollektionen werden heute in einem Land gestaltet, in einem anderen hergestellt und weltweit vertrieben. Im rasanten Tempo wechseln die Kollektionen in den Modetempeln. Oft entstehen Berge von Bekleidung, die nicht verkauft wurde, und statt weiter verwertet zu werden, wird sie oftmals sogar direkt vernichtet. Das Modell der Fast Fashion hat das Gesicht der Mode-Industrie komplett verändert. Diese grenzenlose Form von Produktion und Konsum verursacht immense gesundheitliche, soziale und ökologische Schäden für die Menschen und ihre Umwelt. 

Mit ihren Methoden der Rohstoffproduktion, Fertigung und Veredelung der Bekleidung sowie den langen Transportwegen ist die Textilindustrie nach der Erdölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer unserer wunderschönen Erde.

Besonders in China und Südost-Asien werden 90% dieser schnellen Mode extrem billig produziert. Dort steht vielen Menschen kein sauberes Trinkwasser mehr zur Verfügung, da durch die Färbe- und Preparationsvorgänge der Mode etliche gefährliche Chemikalien in die Gewässer und Böden gelangen. Das ist eine erschreckende Tatsache, die durch die Kultur der Fast Fashion verursacht wird. Diese Chemikalien finden Forscher sogar schon in der Arktis oder im Himalaya wieder.

Die miserablen Arbeitsbedingungen der Modeindustrie in vielen Fertigungsländern sind bekannt. Für die Produktion von Bekleidung wird keine komplizierte und teure Technik benötigt, sondern vor allem billige Arbeitskräfte, die für ihre Arbeit nicht einmal eine Ausbildung benötigen. Deshalb liegt ihre Bezahlung oft unter dem Existenzminimum. Bei der Preiskalkulation eines Kleidungsstückes entfallen maximal ein bis zwei Prozent auf den Lohn für die TextilarbeiterInnen.

Es gibt viel bessere, nachhaltige Wege, sich toll zu kleiden. Upcycling und Selbernähen zum Beispiel…  

 

 

DIE REISE EINER JEANS

Die Staionen einer Jeans: 40.000 km um die Welt. 

1. Niederlande: Design.  -4.500 km-  2. Usbekistan: Baumwollanbau.  -4.500 km-  3. Indien: Spinnen, Weben.  -4.500 km-  4. China/Indonesien: Färben.  -3.500 km-  5. Bangladesh: Nähen.  -5.500 km-  6. Türkei: Sandstrahlen.  -2.500 km-  7. Deutschland: Verkauf.  -17.000 km-  8. Sambia: Altkleiderentsorgung.

 

 

BEKLEIDUNGSKONSUM HEUTE:

Jeder Deutsche kauft, laut Greenpeace, 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, obwohl die Schränke schon proppenvoll sind. Der Konsum von Bekleidung hat sich weltweit von 2000 bis 2014 verdoppelt, auch durch den Onlinehandel. 

2016 kauften wir Deutschen Kleidung für 62 Milliarden Euro, gleichzeitig wanderten eine Millionen Tonnen Kleidung in die Altkleidersammlung. Greenpeace zufolge betrachten viele Menschen Kleidung inzwischen als Wegwerfware. 2007 zogen die Deutschen ein Kleidungsstück noch drei Jahre lang an, 2017 wird es schon nach einem Jahr ausrangiert, zeigt eine Studie des Fachverbands Textilrecycling.

Kaum jemand lässt noch Kleidung ausbessern. Greenpeace zufolge trägt jeder Achte seine Schuhe weniger als ein Jahr lang. Mehr als die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen war noch nie beim Schuster.

8% des globalen Treibhausgas-Ausstoßes gehen auf das Konto der Textilindustrie. 2015 waren es so viele Treibhausgase wie Schiffverkehr und internationaler Langstreckenflugverkehr zusammen.

Polyester ist der große Treiber der Fast Fashion-Industrie und ein Desaster für die Ozeane, denn Kleidungsstücke fusseln bei jeder Wäsche: Eine einzige Fleecejacke kann bis zu einer Millionen Fasern pro Waschgang freisetzen. Mehr und mehr Naturfasern werden durch Chemiefasern imitiert und verdrängt. Der Anteil von Chemiefasern vervielfacht sich auf dem Weltmarkt beständig. 

 

DIE LÖSUNG:  WENIGER  NEUES  KAUFEN  UND  KLEIDUNG  SCHÄTZEN,  PFLEGEN,  REPARIEREN,  UPCYCLEN, NEU KOMBINIEREN, TAUSCHEN, SECONDHAND WÄHLEN, GRÜNE LABEL KAUFEN.

 

 

BAUMWOLLE UND BIO-BAUMWOLLE:

Baumwolle ist der am häufigsten verarbeitete natürliche Rohstoff, der jedoch enorme ökologische Probleme verursacht. In mehr als 70 Ländern wird Baumwolle angebaut. 2009 produzierten weltweit über 90 Millionen Menschen 24,2 Millionen Tonnen des ‚weißen Goldes‘.

Beim Anbau von konventioneller Baumwolle gelangen so viele Pestizide, Herbizide und Kunstdünger in den Erdboden und in die Umwelt, dass sehr viele Menschen in den Anbaugebieten erheblichen Krankheiten wie Krebs und Tuberkulose, sowie Missbildungen bei Neugeborenen ausgesetzt sind. Für jedes gekaufte T-Shirt landen immer wieder 150g Schadstoffe auf dem Acker. Und es wird unglaublich viel Wasser benötigt: ca. 26.000 Liter Wasser braucht man für die Herstellung von nur einem Kilo Baumwolle. Dadurch wurde sogar einer der größten Binnenseen der Erde, der Aralsee in Usbekistan, so groß wie Baden-Würtemberg und Nordrhein-Westfalen zusammen, in den vergangenen 50 Jahren fast komplett ausgetrocknet, durch den intensiven Anbau konventioneller Baumwolle. 

Welche Vorteile bietet biologisch angebaute Baumwolle? Die Produktion von afrikanischer Bio-Baumwolle z.B. ist um bis zu zwei Drittel wassersparender und durch den Anbau in Fruchtfolge frei von Chemiekalien.  Aber egal, wo sie angebaut wird, sie ist auf jeden Fall viel fairer, gesünder und nachhaltiger. ‚Wenn man bedenkt, dass alleine ein T-Shirt aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle ca. 7 qm Boden von Pestiziden und Herbiziden freihält, resultiert daraus ein beachtlicher Schutz für Mensch und Tier.‘ so argumentierte Hessnatur. 

 

 

Weitere Informationen und Reparatur-Tipps werden folgen…. Ausserdem auch gute Quellen für Bio-Stoffe etc.

 

Quellen: n-tv.de; Greenpeace; Buch: EcoFashion, Kirsten Diekamp und Werner Koch; Ausstellung: Fast Fashion, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, 2015.